TECHNOLOGIE

Herzstück des Konzepts bildet der sogenannte Tiefschwarz-Reaktor, in dem das energetische Potenzial der Einsatzstoffe optimal genutzt wird. Hauptenergiequelle bildet dabei  abfallartige Biomasse, die dort zur Erzeugung von Gas und Biokohle eingesetzt wird. Das Gas wird in einem späteren Prozessschritt in einem Blockheizkraftwerk zu Strom umgewandelt und  gleichzeitig die entstehende Prozesswärme ausgekoppelt. Die folgende Abbildung erklärt schematisch die Einsatzstoffe, das Verfahren und die Endprodukte.

Im Pyrolyse- und Karbonisierungsverfahren des Tiefschwarz-Reaktors entsteht neben Gas und Wärme auch Biokohle. Das Gas wird mit Hilfe eines Blockheizkraftwerkes in Strom umgewandelt und z.B. in das öffentliche Netz (mit EEG Vergütung) eingespeist oder lokal genutzt. Die Wärme wird über Wärmetauscher am Reaktor und am BHKW ausgekoppelt und kann in ein Nahwärmenetz abgeführt oder ebenfalls direkt lokal genutzt werden. Das eingesetzte Eingangsmaterial wird während des Prozesses karbonisiert und zu Biokohle verarbeitet.

Das Verfahren der Pyrolyse ist grundsätzlich nicht neu und bekannt beispielsweise aus der Holzvergasung. Die Innovation des Tiefschwarz-Reaktors liegt darin, dass die eingebrachte Biomasse in einem Kreislauf durch den Reaktor geführt wird. Durch das darin enthaltene Sieb verlässt nur voll karbonisierte Biokohle den Reaktor. Nicht vollständig karbonisierte Teile bleiben im Kreislauf und durchfahren erneut den Reaktorbereich. Das Karbonisierungsverfahren ist erst dann abgeschlossen, wenn die trockene, feinkörnige Biokohle aus dem in der Schnecke eingebauten Sieb in den Versandcontainer fällt.